Strahlenbelastung

StrahlenbelastungUnter Strahlenbelastung im Mobilfunk (auch als Elektrosmog bezeichnet) versteht man die elektromagnetische Strahlung von Mobiltelefonen, welche oft im Zusammenhang mit der Wirkung auf den menschlichen Körper diskutiert wird. Die kurzwelligen Strahlen, die von mobilen Geräten emittiert werden, sind unsichtbar und zunächst verborgen für die menschliche Wahrnehmung, sie sind jedoch sehr energetisch. Ähnliche Strahlen findet man beispielsweise in Mikrowellen, hier sind die Wellen jedoch deutlich konzentrierter und weniger in alle Richtungen strahlend eingesetzt.

Generell wird Strahlung emittiert, wenn das Mobiltelefon zum Mobilfunknetz kommuniziert (etwa zum Telefonieren), oder eine Verbindung zum Internet herstellt (GPRS, UMTS, LTE, oder ähnliches). Ebenfalls betrifft dies etwa einen mobilen Surfstick, die u.A. bei Tablets oder Laptops eingesetzt werden, um eine Verbindung zum mobilen Internet herzustellen.

Sehr kontrovers diskutiert wird die Auswirkung dieser elektromagnetischen Strahlung auf den menschlichen Körper. Nicht wenige Meinungen sprechen von einer möglichen (mehr oder weniger) drastischen gesundheitlichen Beeinflussung. Die Befürchtungen reichen von hormoneller Einflussnahme bzw. Langzeitschäden über angeblich erhöhtes Krebsrisiko, Kopfschmerzen, Stressgefühlen, Herzproblemen bis zu Schlafproblemen oder Konzentrationsschwächen. Eindeutig wissenschaftlich belegt sind dabei keine dieser Symptome, allerdings muss man erwähnt lassen, dass das Gegenteil ebenfalls nicht komplett zweifelsfrei belegt ist.

In wissenschaftlichen Untersuchungen wird die Intensität der Strahlung herkömmlich mithilfe des SAR-Wertes gemessen, welcher die Sendeleistung in Watt pro Quadratmeter darstellt. Anhand diesem kann man die Absorption der Energie im elektromagnetischen Feld ablesen. Hier ist beispielsweise im deutschen oder europäischem Markt eine Richtlinie beschlossen worden, welche eine Obergrenze für elektromagnetische Emissionen von Mobiltelefonen begrenzt. Unterhalb dieser Grenze sehen Experten eine gesundheitliche Beeinflussung für ausschließbar – basierend auf mehreren bereits durchgeführten Studien. Hersteller müssen diesen maximalen SAR-Wert für den Kunden ersichtlich angeben. Der deutsche Maximalwert liegt derzeit bei 2 Watt/kg. Entwicklungstechnisch gesehen gehen die SAR-Werte von aktuelleren Handymodellen sogar eher zurück, was auf verbesserte und effizientere Technik zurückzuführen ist, was gerade in Zukunft eine erfreuliche Aussicht ist.

Zwei iPhone 6s übereinanderAktuelle Beispiele sind z.B. das Samsung Galaxy Note II, welches mit 0,14 W/kg deutlich unter dem Maximalwert für den deutschen Markt liegt. Auch das beliebte Apple iPhone 6S liegt mit 0,87 W/kg sehr gut im zulässigen (und damit gesundheitsunbedenklichen) Rahmen. Im Zweifelsfall einfach den Händler oder Hersteller des Mobiltelefons ansprechen.

Anhand dieser Richtlinie(n) kann man erst einmal gründlich schließen, dass jegliche Mobiltelefone auf dem deutschen oder europäischen Markt gesundheitsunschädlich sind und man sie ohne Bedenken nutzen kann. Eindeutige gesundheitsschädliche Nebenwirkungen sind nicht eindeutig nachgewiesen.

Der bewusste und vorsichtige Handynutzer kann jedoch trotzdem einiges dafür tun, um die elektromagnetische Strahlung auf seinen Körper in der alltäglichen Mobilfunknutzung zu reduzieren und somit präventiv handeln, sollten zukünftige Studien neue negative Ergebnisse liefern (was allerdings eher unwahrscheinlich ist).

  • Nutzen sie eine Freisprecheinrichtung. Jedes halbwegs aktuelle Handy kommt mit der Funktion zum Freisprechen, was gerade auch bei Autofahrten sowieso ein Muss ist, falls man telefonieren will. Dies ist jedoch eine ganz einfache Methode, um Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten. Dadurch dass sich das Handy beim Telefonieren nicht direkt am Ohr bzw. Kopf befindet, wird die Strahlenabsorption schon deutlich reduziert.
  • Achtung nicht nur beim Handytarife Vergleich, sondern auch beim SAR-Wert. Wie bereits im Text erwähnt, müssen Handyhersteller den maximalen SAR-Wert ihrer Geräte angeben. Diese können sie ganz einfach miteinander vergleichen, und das weniger strahlenintensive Gerät kaufen.
  • Guter Empfang bedeutet weniger Strahlung. Dadurch, dass in Gegenden schlechte Netzabdeckung vorherrscht, muss das Handy mehr Strahlenleistung aufwenden, um effektiv mit dem Mobilfunknetz zu kommunizieren – hier ist man also einer größeren elektromagnetischen Strahlung ausgesetzt, als wenn man in einer Gegend mit sehr guter Netzabdeckung telefoniert. Außerhalb von dichten Räumen telefoniert es sich im Freien meist sowieso schöner. Außerdem können Antennenverstärkungen oft auch Wunder bewirken. Entsprechende Geräte erhalten sie beim Fachhändler.
  • Handy beim Schlafen vom Kopf entfernen. Aufgrund der modernen Weckfunktion der meisten Mobiltelefone liegen sie oft auf Nachttischen direkt neben dem Kopf, was allerdings auch eine erhöhte elektromagnetische Strahlung ausmacht. Hier kann man ganz einfach auf einen herkömmlichen Wecker setzen, und das Handy woanders zum Laden ablegen. Alternativ kann man das Handy auch einfach nachts ausschalten oder in den Flugmodus zu versetzen, was die Strahlung effektiv eliminiert.