Mobilfunk Technik

Von ursprünglich analogen Mobilfunknetzen die primär auf Sprachübertragung ausgerichtet waren, entwickelten sie sich über die Zeit zu Multifunktionsmobilfunknetzen, die auch Datenmengen übertragen können und beispielsweise zum Internetzugriff genutzt werden können. Diese werden von unterschiedlichen Netzbetreibern gestellt, etwa T-Mobile, Vodafone, E-Plus oder O2. Um schnurlos zu funktionieren kommuniziert ein Handy mit einem Funkmasten in der näheren Umgebung, und funktioniert quasi wie ein Festnetztelefon, dessen Basis sich einige Kilometer entfernt befindet. Die Netzbetreiber übernehmen den Ausbau des Funknetzes und sichern die Funktionalität.Der moderne Mobilfunk untergliedert sich in sogenannte Mobilfunkstandards. Diese wurden im Laufe der Zeit weiterentwickelt und durch bessere Standards ersetzt.

Den Start bereitete die erste Generation der Mobilfunknetze, welche primär auf Sprachübertragung ausgelegt waren und somit eine analoge Technik nutzten, die heute nicht mehr zum Einsatz kommt.

Unter „2G“ (Abkürzung für die zweite Generation) versteht man die Übertragungsstandards GSM (Global System for Mobile Communications), GPRS (General Packet Radio Service) und Edge. Als erste Generation verwendeten sie erstmals eine digitale Übertragungsweise, im Gegensatz zur analogen Übertragungsweise der ersten Generation. Hiermit entsand erstmalig der mobile Zugriff auf das Internet, der es ermöglichte Daten mit dem Mobilfunknetz auszutauschen. GSM als Vorreiter der Generation kam auf 9,6 kbit/Sekunde Übertragungsgeschwindigkeit. GPRS bündelt GSM-Zeitschlitze und erreicht somit eine theoretische Maximalgeschwindigkeit von 171,2 Kilobit/Sekunde. Im alltäglichen Gebrauch ist die Geschwindigkeit jedoch durch unterschiedliche Faktoren geringer und wird somit häufig als 53,6 kbit/Sekunde angegeben, was man am Besten mit der Geschwindigkeit eines herkömmlichen Internetmodems vergleichen kann. Edge stellte eine Weiterentwicklung dieses Standards dar und vervierfachte die möglichen Geschwindigkeit im alltäglichen Gebrauch auf 256 kbit/Sekunde. Hiermit wurden Recherchetätigkeiten im Internet im Alltag mit dem Handy problemlos und zügig möglich.

LTE MastUnter der zweiten größeren Gruppe „3G“ (Abkürzung für die dritte Generation) verbergen sich die Standards UMTS, H bzw. HSPA (High Speed Packet Access), sowie H+ bzw. HSPA+, welches sich auf Geräten von Apple schlicht als 3G bezeichnet. UMTS begründete die neue Generation mit einer neuen Höchstgeschwindigkeit von 384 kbit/Sekunde – und bereitete somit den Weg für den bahnbrechenden Sprung auf H bzw. H+ (11,4 mbit/Sekunde bzw. 42,2 mbit/Sekunde). Erstmalig befand sich mobile Datenübertragung im Bereich von mbits, anstelle von kbits. Die Geschwindigkeiten nähern sich damit hausüblichen Internetanschlüssen und die Funktionalität steht diesen somit in kaum etwas nach – beliebte Tätigkeiten wie das Streamen von Videos oder dem Versenden von Bildnachrichten sind problemlos möglich.

Die neuesten Mobilfunkstandards bezeichnet man als die vierte Generation (4G)

Im Mittelpunkt steht hierbei LTE (Long Term Evolution), LTE Advanced. Diese reichen bei der Übertragungsgeschwindigkeit von 150 mbit/Sekunde bis zu 600 mbit/sekunde. Der vermutlich nächsthöhere Standard, der sich in Zukunft abzeichnet, LTE Advanced Pro, scheint erstmalig auf den gbit-Bereich abzuzielen und wird mit 1 gbit/Sekunde erwartet. Anzumerken ist hier, dass viele Netzbetreiber mehr und mehr auf diesen neuen LTE-Standard setzen und die entsprechenden Kapazitäten ausbauen, während sie die 3G-Kapazitäten eher zurückfahren.